Eisenmangel

​Eisenmangel Ursachen

Ein Mangel an Eisen entsteht, wenn der Mensch mehr Eisen verliert als er zu sich nimmt. Dies wird als negative Eisenbilanz bezeichnet. Dabei wird der Eisenbedarf des Körpers gar nicht oder nur unvollständig durch Aufnahme von Eisen in der Nahrung ausgeglichen. Als Risikogruppen gelten Frauen, Säuglinge, Heranwachsende, und Sportler. Ursache für einen Eisenverlust ​sind vor allem chronische Blutverluste sowie Blutungen im Magen-Darm-Bereich.:

  • ​​ungenügender Eisengehalt der Nahrung ​von Säuglingen und Kleinkindern bei vorwiegender Ernährung mit Milch und Kohlenhydraten
  • ​Störungen der Eisenaufnahme bei entzündlichen oder tumorartigen Magen-Darm-Erkrankungen sowie bei Magen- oder Darmresektionen
  • Blutungen im Verdauungstrakt zum Beispiel bei Ulzera oder Karzinomen sowie durch die Aufnahme bestimmter Anti-Rheuma-Medikamente.
  • Magengeschwüre oder Gastritis
  • Menstruation (Regelblutung bei Frauen)
  • erhöhter Eisenbedarf während Schwangerschaft und Stillzeit

Aber auch Blutspenden oder der Blutverlust bei großen Operationen k​önnen einen akuten Mangel zur Folge haben. Da wir Eisen überwiegend über die Nahrung in Form von Fleisch aufnehmen, leiden Vegetarier und Veganer häufiger unter Mangelerscheinungen.

Um die Ursache für einen Eisenmangel herauszufinden, ist es wichtig die Fragen des behandelnden Arztes möglichst genau zu beantworten.

Generell sollte Eisen in Verbindung mit Vitamin C aufgenommen werden, da der Körper das Spurenelement so besser verarbeiten kann. Das in Milchprodukten enthaltene Kalzium ​wiederum hemmt die Eisenaufnahme.

Symptome für Eisenmangel

​Eisenmangel ​ruft ​meist nur sehr allgemeine, unspezifische Symptome hervor. Dabei wurden folgende Erscheinungen beobachtet.

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  • ​Konzentrationsmangel
  • eingerissene Mundwinkel
  • Blässe
  • Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen
  • Depressionsähnliche Symptome
  • Kälteüberempfindlichkeit
  • Luftnot / Atemnot
  • Trockene Haut und Juckreiz
  • Rillenbildung der Fingernägel, so genannte Hohlnägel (Koilonychie)
  • Brüchige Fingernägel und Haare
  • Pilzinfektionen

Folgen von Eisenmangel

Ein akuter Mangel an Eisen und die damit einhergehenden Symptome können schwerwiegende Folgen. Dazu zählen:

  • ​ein geschwächtes Immunsystem 
  • Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS)
  • Blutarmut (Anämie)
  • Restless-Legs-Syndrom (= Syndrom der unruhigen Beine)

Wie entsteht Blutarmut (Eisenmangelanämie)?

Bei zu wenig Eisen im Körper kann es zur Blutarmut kommen, der sogenannten Eisenmangelanämie.

Man sollte also wissen, dass Blutarmut durch Eisenmangel kann verursachen werden kann. Doch auch andere Ursachen kommen in Frage. Denn auch die Aufnahmefähigkeit des Körpers kann beeinträchtigt sein, so dass dem Körper zwar über die Nahrung genügend Eisen zugeführt wird, dieser das Element aber nicht richtig aufnehmen kann, wie dies im Kapitel über die Bioverfügbarkeit erklärt wird.

Es gibt verschiedene Formen der Blutarmut. Entweder sind zu wenig rote Blutkörperchen im Blut enthalten. Oder die roten Blutkörperchen haben zu wenig vom roten Farbstoff Hämoglobin.

Eisenmangel aufgrund starker Blutung

Es kommt vor, dass starke Monatsblutungen der Frauen Eisenmangel verursachen. Der Eisengehalt im Blut sollte bei Verdacht mittels Laboranalyse überprüft werden. Ein Eisenmangel kann bei einer naturheilkundlichen Behandlung durch eisenhaltige Wildkräuter, Heilpflanzen und Heilkräuter ausgeglichen werden. Jedoch sollte auf jeden Fall zunächst der Frauenarzt ernsthafte Erkrankungen ausschließen.

Typische Symptome von Blutarmut

Blutarmut zeigt sich meist durch eine blasse Haut. Auch Erschöpfung und häufige Müdigkeit können darauf hindeuten. Ebenfalls können wunde Stellen im Mund ein Hinweis sei sowie die Neigung, leicht blaue Flecken und Blutergüsse zu bekommen. Jedoch kann auch Taubheit und Kribbeln in den Beinen auftreten.

Was kann man gegen Blutarmut tun?

Eine Behandlung von Eisenmangel umfasst zum einen eine eisenreiche Nahrung. Eisen ist in sehr vielen Nahrungsmitteln enthalten. Besonders für Menschen mit veganer Lebensweise ist zu beachten, dass Eisen in tierischen Lebensmitteln vom menschlichen Organismus übrigens leichter aufgenommen werden kann als Eisen aus pflanzlicher Nahrung.

Bei der Aufnahme spielen jedoch auch Vitamine spielen eine Rolle. Manche Vitamine unterstützen die Eisenaufnahme des Körpers. Vor allem Vitamin B12 verbessert die Eisenversorgung im Körper.

Es gibt jedoch Grund zu der Annahme, dass die Ernährung allein nicht ausreichend ist, um einen diagnostizierten Eisenmangel zu beheben. Es werden in diesem Fall zusätzliche Gaben von Eisentabletten oder Eisenkapseln notwendig.

Behandlungsmöglichkeiten

Zunächst ​kann der Arzt durch den so genannten Eisenresorptionstest feststellen, ​wie gut der Körper das Spurenelement Eisen aufnehmen kann. Bei diesem Test wird das Eisen im Blut vor und 2 Stunden nach der Einnahme von 100mg Eisen gemessen. Bei gesunden Menschen verdoppelt sich der Ausgangswert. Wenn das nicht der Fall ist, ist eine Störung der Eisenaufnahme im Dünndarm sehr wahrscheinlich.

Bevor der Eisenspeicher im Körper wieder aufgefüllt wird, muss erst die Ursache erkannt und gegebenenfalls therapiert werden. Erst dann wird der Mangel mittels Eisentabletten und einer eisenreichen Ernährungausgeglichen. Der Körper kann Eisen nur in begrenzten Mengen aus der Nahrung aufnehmen, daher dauert es relativ lange bis die Eisenspeicher wieder gefüllt sind. Somit sollte eine Eisentherapie über etwa 3 bis 6 Monate durchgeführt werden. Das Blutbild zeigt die ersten Veränderungen aber schon nach 8-10 Tagen.

Bei akuten Fällen wie entzündliche Magen- und Darmerkrankungen, wird Eisen direkt per Infusion in die Blutbahn gegeben. Auf diesem Weg werden die Verluste umgangen, die bei einer Aufnahme durch den Verdauungstrakt erfolgen würden.

Die Zugabe von Eisen führt oftmals zur Verstopfung, daher sollte zusätzlich ein Präparat zur Förderung der Verdauung verabreicht werden. Bei erhöhter Eisenzufuhr verfärbt sich der Stuhl schwarz, aber das ist völlig normal. Wenn die Beschwerden zu stark sind, muss eventuell die Dosierung verringert werden.

Um Bauchschmerzen und Krämpfe zu vermeiden, sollte das Eisenpräparat 1 bis 2 Stunden vor oder nach den Mahlzeiten eingenommen werden.

Eisenpräparate sollten nicht in Verbindung mit bestimmten Antibiotika wie Tetrazyklinen und Anzazida eingenommen werden, da sie sich gegenseitig daran hindern, vom Dünndarm aufgenommen zu werden und somit nicht wirken können.

Durch die gezielte Behandlung mit Medikamenten erholen sich die Patienten sehr schnell. Sollte das nicht der Fall sein und keine Ursache für den Eisenmangel gefunden werden, könnte die Abklärung durch einen weiteren Facharzt helfen.

​Eisenmangel in ​Alternativmedizin und Homöopathie

Homöopathie bei Eisenmangel: Auf homöopathischer Basis kommt phosphorsaures Eisen in Betracht. Als Ferrum Phosphoricum wird es bei der homöopathischen Behandlung eingesetzt und passt zu nervösen, empfindlichen, zur Blutarmut neigenden Menschen, die leicht erröten. Verschlimmerung von Symptomen kann nachts, durch Berührung oder durch Wärme erfolgen, während kalte Auflagen und Ruhe eine Verbesserung bewirken. Ferrum Phosphoricum hat sich besonders bei der homöopathischen Behandlung von entzündlichen Erkrankungen und Infekten ohne deutliche Symptome bewährt.

​Eisenmangel ​Hausmittel

Überlieferte Hausmittel gegen Eisenmangel: Bei Blutarmut hat man ​früher mitunter Honig eingesetzt, der in steigender Dosierung bis löffelweise in natürlichem Zustand eingenommen wird. Ebenso wurden Wechselbäder ​geraten, was anerkanntermassen kreislaufstärkend wirkt. Dazu sollte alle zwei Tage eine Ganzwaschung erfolgen und an den Tagen dazwischen​ Kalte Bäder nehme. Man sollte beginnen, indem man für 1/2 Minute in kaltem Wasser stand. Diese Anwendung wurde gesteigert zu einem katen Halbbad, bei dem man mit dem Unterkörper für kurze Zeit in kaltem Wasser badete.

Auch das Kauen von Wacholderbeeren, die ja einen sehr hohen Vitamin C Gehalt haben, wurde empfohlen. Außderdem wurde Kneipps Knochenmehl angeraten. In tierischen Knochen ​finden sich ja tatsächlich hohe Anteile des Spurenelements.

​Quellen zu diesen Informationen finden sich bei

Thews, Mutschler, Vaupel: Anatomie Physiologie Pathophysiologie des Menschen

Dinand: Taschenbuch der Hausmittel

Wichtiger Hinweis: Diese Informationen sind allgemeiner Natur. Obwohl sie sorgfältig recherchiert wurde, können sie falsch oder unvollständig sein und ​sind ​daher nicht zu Diagnose oder Eigentherapie ​geeignet. Bei Verdacht auf eine Erkrankung wenden Sie sich bitte immer an ​Ihren Arzt!